bandeau des SIS Sèvres

Schulleben

Warum man Deutsch sprechen muss - pourquoi il faut parler allemand

Deutsche Zusammenfassung von Andrea Delumeau

In der französischen Zeitschrift « Courrier cadres“ erschien im Oktober 2005 ein Artikel unter der Überschrift „Warum man Deutsch sprechen muss“. Nachfolgend einige Auszüge auf Deutsch:

Im "collège" und im "lycée" hat die Zahl der Deutschlernenden Schüler im vergangenen Jahrzehnt um ein Drittel abgenommen. Dabei gibt es vielfache Initiativen, um diesem Trend entgegenzuwirken. Im Jahr 2004 wurde vom französischen Bildungsministerium zusammen mit dem Goethe-Institut eine Kampagne organisiert. François Fillon, der damalige Bildungsminister, engagierte sich, die Zahl der Deutschlernenden Schüler um 20% zu erhöhen.

Und um die Lehrer auf diesem Gebiet zu unterstützen, wird der 22. Januar zum deutsch-französischen Tag erklärt. Aber die erhoffte Wirkung bleibt aus....

Schade, weil Deutschkenntnisse Pluspunkte auf einem Lebenslauf abgeben. Einer Studie aller Industrie-und Handelskammern zufolge, können in Frankreich 4000 freie leitende Führungspositionen nicht besetzt werden, weil es nicht genügend Kandidaten gibt. Dieser Mangel wiegt umso schwerer, weil Deutschland und Frankreich für einander bedeutende Partner darstellen.

2700 französische Unternehmen haben sich in Deutschland angesiedelt und ebenso viele deutsche Unternehmen in Frankreich. "Der Austausch zwischen der Zweigstelle und der Muttergesellschaft ist häufig sehr intensiv. In vielen Fällen ermöglichen die Kenntnisse der Sprache des anderen, dass dieser Austausch an Intensität gewinnt." betont Heinrich Lieser, Generaldirektor der deutsch-französischen Industrie-und Handelskammer.

Und Englisch? Obwohl es notwendig ist, reicht es nicht aus. Für Personalabteilungsleiter oft nur ein "Arbeitswerkzeug". Deshalb suchen deutsche Unternehmen, die sich in Frankreich angesiedelt haben und deren Arbeitssprache Englisch ist, deutschsprachige Führungskräfte für alle Stellen, die Kontakt mit der Muttergesellschaft haben.

Deutschkenntnisse können auch von Vorteil sein bei der Stellungssuche von Universitätsabsolventen von Vorteil sein. Um bei der Personaleinstellung behilflich zu sein, sind ausbildende Organismen in die Offensive gegangen. Jedes Jahr folgen 4000 Studenten einem deutsch-französischen Studiengang, der mit einem Doppeldiplom abschließt, angeboten von der deutsch-französischen Universität in Saarbrücken. Zum Vorbild hat dieser Studiengang den "Master des deutsch-französischen Ingenieurswesens", der 1997 an der "Ensam" in Metz geschaffen wurde, auf Anstoß beider Regierungen hin. Die Studenten, manchmal auf dem Campus selbst angeworben, können ein um 15% höheres Gehalt erhoffen als Absolventen anderer Studiengänge.

Die deutsch-französische Industrie-und Handelskammer hat ihrerseits eine Stellenbörse geschaffen und bildet jedes Jahr Studenten des Studienzweigs "LEA" (angewandte Fremdsprachen) in Außenwirtschaft aus. Diese sind auch umworben bevor sie ihr Studium beendet haben. Wenn auch deutsche Unternehmen, die in Frankreich eine Zweigstelle haben, die Ersten waren, die hier nach Beute fischten, gibt es immer mehr französische Unternehmen, die in diesem Teich fischen.

Überdies vereint das deutsch-französische Forum, jedes Jahr unter der Schutzherrschaft der deutsch-französischen Universität in Strassburg organisiert, Einstellende und Stellensuchende. Jedes Jahr erwarten ungefähr 50 Unternehmen 7000 Personen, darunter 70% junge Universitätsabsolventen und bereits erfahrene Führungskräfte. Einstellende und Stellensuchende können einen Termin ausmachen dank eines Internetservices...

Dernière modification le 21-03-08 par l’équipe de Schulleben