Unsere Schûler interpretieren ein Bild als expressionistisches Gedicht
Neben der Arbeit an Gedichten aus der Zeit des Expressionismus besteht ein wichtiger Teil der Arbeit darin, dass die Schüler eigene Gedichte verfassen. Die Arbeit in beiden Gruppen läuft thematisch und was die Auswahl der analysierten Texte betrifft, weitgehend parallel. Natürlich können und sollen in der A-Gruppe mehr Texte bewältigt werden. Hier ging es darum ein Gedicht zu dem Bild „Apokalyptische Landschaft“ von Ludwig Meidner von 1913 zu schreiben.
(Ina Effenkammer und Ingrid Lehre, Lehrerinnen)
A-Gruppe
Apokalyptische Landschaft
Verschmutzung, Industrie
Licht, unklar, komisch
Explodieren und zerstören
Trauer, Angst, Verwirrung
Fliehen, stolpern
Apokalypse, Untergang...
Ornella Peretti
Die letzte Szene
Es sieht aus wie in Horrorfilmen.
Überall rennen die Leute,
Sie sind hilflos vor dieser Katastrophe
Es ist dunkel und schrecklich.
Die Sonne scheint nicht mehr,
Nur der Vulkan leuchtet am Himmel.
Überall rennen die Leute,
Weil es das Ende zu sein scheint.
Lisbeth Potonnier
Revolution der Natur
Ein Erdbeben:
Die Erde bebt,
Dann ein Vulkanausbruch:
Blaue Funken fallen in den Himmel ein,
und erleuchten die verdunkelte Stadt.
Angst, Panik und Schrecken überkommen die Leute,
man flieht, rennt und schreit
Aber was ist das Ziel?
Sie können nichts machen, sind irritiert, ahnungslos,
Die Welt versinkt.
Der Krieg der Natur gegen die Menschen ist angekommen,
Es hat mit einem Erbeben angefangen,
Doch der echte Grund ist die Weltverschmutzung,
Durch gedankenlose Menschen, jetzt ohnmächtig.
Laura Potonnier
Gedicht zum Bild: A. L. von L. Meidner
Überall herrscht Chaos und Geschrei,
Alle Häuser fallen entzwei.
Verzweifelt rennen die Menschen,
Suchen stolpernd, um sich zu verstecken.
Hilflos weinen kleine Kinder,
Die stecken bleiben unter Trümmern.
Alle verweinten Gesichter richten sich,
Zu dieser schwarzen Masse, die an allem verantwortlich ist.
Und der Vulkan, der glüht,
Von blauen Funken sprüht,
Unzerstörbar und mächtig,
Blendend, einsam, prächtig.
Der einzige Herrscher,
Hinüber bis zum Meer,
Der hemmungslos alles zerstört,
Ignoriert alles, was er hört.
Marie Rech
Es ist geschehen.
Läute laufen, fliehen, verstecken sich.
Schreie, Zischen, Krächzen fliegt einem ums Ohr;
bevor man realisiert, was geschehen ist.
Die Natur spielt verrückt.
Häuser werden zerdrückt.
Die Sonne bringt kein Licht mehr ein.
Es ist geschehen und leuchtet hell mit seinem Schein.
Ist das der Weltuntergang?
Lucie Kepler
In dieser dunklen und traurigen Welt
Rennen die Leute um sich zu verstecken.
Schnell hört man schon die erste Schreie.
Die Natur stirbt
Leute sind erschrocken.
In der Stadt herrscht die Unordnung.
Das Ende ist da.
Guérande Weissenberger
Die Katastrophe
Die Leute fliehen und schreien,
Sie rennen und weinen.
Die Natur ist so mächtig,
Es ist ja schrecklich!
Die Sonne ist dunkel,
Und der Vulkan ist so hell,
Dass es eine Katastrophenstimmung gibt.
Drohung, Ärger, Katastrophe, Explosion,
Alle diese Worte beschreiben diese Situation.
Marie Overhoff
Die Stadt geht unter
Der Vulkan bricht aus
Blaues Licht steigt zum Himmel
Schwarze Wolken verstecken die Sonne
Die Menschen fliehen, rennen, schreien
Angst übernimmt die Kontrolle
Die Gefahr ist drohend
Die Welt versinkt in Chaos
Karl Bagherzadeh
Apokalyptische Landschaft
Fliehen, rennen, schreien,
Zerstören, hauen, hassen,
Schreckliche, ungewöhnliche Worte,
Die doch zur Hölle passen.
Sie bricht zusammen, erschöpft.
Sie stützt ab, verzweifelt,
Mit wachsendem Zorn,
Wütend, zerschlägt sie gewaltig.
Angst, Erpressung, Chaos,
Es herrscht nur noch Panik,
Großstadt und Land gleichzeitig,
Es knallt, zerstört, aufgeregt.
Durch Rache und Pracht,
Der Mensch wird klein.
Sie kann auch gefährlich sein,
Doch keiner ahnte ihre Macht.
Milena Dufour
Weltende
Freude herrscht
Kinder lachen
plötzlicher Paniksturm
allgemeine Angst vor allem.
Geräusche schreien
Leere beruhigt
Traurigkeit
Niemand.
Charlotte Girard
Weltende
Schwarz, dunkel
leer, geräuschlos,
Nichts.
Die Bäume ... Ich erinnere mich daran.
Sie waren grün.
Ich höre etwas.
Eine Erinnerung des Lachens.
Ich fühle etwas.
Liebe?
Ist es möglich?
Es gibt niemand mehr.
Alle sind weg.
Ich auch.
Du sagtest mir, dass es das Weltende sei.
Vielleicht.
Was ist die Welt?
Die, die glaubten unbezwingbar zu sein,
sind verschwunden.
Die, die über die Zukunft sprachen,
sind nicht mehr da.
Die, die atmeten und lebten,
Die , die menschlich waren,
würden sagen:
Das ist das Ende der Welt.
Aber es gibt niemanden mehr.
Sue Ann Flamant
Weltende
Blitze donnern
Regen stürzt herein
Dunkler Ozean springt unter den Wind, der heult.
Häuser spucken Wasser
Verzweifelte Bäume weinen,
Ihre großen Körper verbiegen sich.
Schwere Geräusche herrschen
Überall Angst, Panik und Chaos.
Plötzlich Stille
Keine Geräusche mehr
Wo ist unsere schöne Welt?
Adèle Blin
Eines Tages - keine Leute mehr auf der Erde ..
nur das Weltende.
Vielleicht gibt es eine riesige Epidemie,
einen riesigen Tsunami
oder eine Anarchie,
eine Ölkrise,
Hölle
Apokalypse.
Das sind schreckliche Worte.
Kévin Cosnard
Weltende
Plötzlich nichts,
verlassen du bist.
Du bist allein
Und noch klein.
Alle haben dich verlassen,
Aber du darfst nicht weinen.
Keine Bewegung.
Da ist der Abgrund.
Nein, du träumst nicht,
Du machst zunichte.
Du starrst ins Leere.
Nun lässt du deine Tränen fließen,
Du kannst nichts machen
Waisenkind der Welt,
Du bist verzweifelt!
Lise Renier
Weltende
Ruhige
Kleine Wellen
Wind kommt an
wird größer, Windstöße
treiben das Meer.
Kleine Wellen werden riesige
Meer tobt.
Gigantische Wellen
Verschlingen die Erde
Überfluten alles
Zerstören alles
Viele Schreie
Viele Tote
Danach nichts.
Nur das Chaos
Ruhe
Totenstille
Weltende
Aurélie Rabès
Weltende
Eines Tages wirst du sehen,
schau mal, was passieren wird:
Krieg
Mord
Folter
Anarchie
Barbarei
Apokalypse
Die Müter finden ihre Kinder nicht mehr.
Tränen fließen
Alles fällt.
Abgrund.
Nichts.
Natalia Foresti
Dernière modification le 22-10-08 par