bandeau des SIS Sèvres

Grundschule

Die intergrierten Grundschulklassen

Von Christine Scholtz

Seit 2003 haben wir Schüler im Niveau CP bis CM2. Der deutschsprachige Unterricht findet jeweils an einem Vormittag und an einem Nachmittag pro Woche statt. (Das ist fast das Dreifache des Unterrichts in der Mittwochsschule.) In diesen 6 Stunden haben die Schüler ca. 3 Stunden Deutsch nach deutschem Lehrplan sowie ca. 3 Stunden Erdkunde und Geschichte -angepasst an den französischen Lehrplan und an die Arbeit in ihrer französischen Klasse, die zur selben Zeit Geschichte und Erdkunde beim französischen Lehrer hat.

Ich, die am Anfang sehr skeptisch war (Geschichte und Geografie in der Grundschule!!) habe meine Meinung gründlich revidiert: Die Kinder sind interessiert und eifrig bei der Sache, und der Sprachenlehrer in mir jubiliert über den Zuwachs an Wortschatz. Außerdem verpassen die Schüler nicht so nicht zu viel Unterricht auf der französischen Seite. Wir können mit den französischen Kollegen gut zusammenarbeiten, es wird nichts Neues behandelt, wenn "unsere" Kinder fehlen.

Natürlich hat jede Sache ihren Preis. Der Unterricht ist nicht kostenlos, die Fahrt in die weiter entfernte Schule in Sèvres muss organisiert werden, es gibt zusätzliche Hausaufgaben. Doch die Anstrengung lohnt sich, wie die Fortschritte unserer Schüler zeigen! Zuerst merke ich es immer am Lesen und am Schreiben.

Schon zu den Herbstferien ist aus dem "Ügo" der "Hugo" geworden und statt "kouren" steht immer öfter "Kuchen" im Heft. Auch im Sprechen geht es vorwärts, was den Eltern und den Lehrern ja sehr am Herzen liegt. Für die Kinder ist es sicher auch die Abwechslung, mal in einer kleineren Gruppe und nach anderen Methoden zu lernen, die den Unterricht in der integrierten Klasse interessant und beliebt macht.

Christine Scholtz

Dernière modification le 19-06-11 par Aline Llor