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Die Hausarbeit in der Seconde

von Matthias Ebert

In der Seconde erarbeiten sich die Schüler/innen neben dem Unterricht ein Thema selbstständig. Sie schreiben - in der Regel in Gruppen - eine längere Arbeit und stellen sie am Ende des Schuljahres den Mitschülern vor.

Hier Auszüge aus einer Arbeit zur Romantik von Lucie Bernier und Laura Pivette (Schuljahr 2006/07) - auch zur Orientierung für unsere Seconde-Schüler.

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Novalis, ein Dichter der Romantik

GLIEDERUNG

1. Einleitung

2. Begriff der Romantik

3. Der historische Kontext und die Gründe für die Entstehung der Romantik

4. Entwicklung der Romantik in den verschiedenen Lebensbereichen a) Politik b) Philosophie c) Gesellschaftliches Leben

5. Wie beeinflusste und formte die Romantik die Kunst? a) Malerei b) Musik c) Literatur

6. Gesellschaftliche und historische Entwicklungen, die zum Ende der Romantik führten

7. Schlussfolgerung

8. Bibliographie

Einleitung

Das 19. Jahrhundert war eine Zeit voller Umwälzungen. Die ersten Jahre des Jahrhunderts waren von Massenarmut, Hungersnöten, Epidemien und Auswanderungen geprägt. Der Wiener Kongress hatte die liberalen Hoffnungen der Bevölkerung nicht erfüllt und die Demonstrationen der Burschenschaften brachten auch keine Fortschritte. Nach so vielen politischen Kämpfen und Bewegungen sehnten sich die Leuten nach Ruhe, Harmonie und Frieden: Romantik war angesagt! Die Romantik schaffte ein neues Lebensgefühl, idealisierte eine Vergangenheit in der Politik, Religion und Natur vereint waren. Die Romantik konnte aber die grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen (Industrialisierung, Demokratisierung, Aufbrechen der Nationalgrenzen...) auf die Dauer nicht aufhalten. Im Überblick stellen wir zunächst verschiedene Lebensbereiche wie die Politik, die Philosophie und die Mode kurz dar. Auβerdem untersuchen wir wie die Romantik entstanden ist und welche Gründe zu ihrem Ende führten. Der Schwerpunkt dieser Facharbeit liegt in der ausführlichen Analyse der Kunst in der Romantik. Wir stellen in jedem Kunstbereich, das heiβt in Literatur, Malerei und Musik ein repräsentatives Beispiel vor, um die Geisteshaltung dieser Epoche richtig wiederzugeben.

Begriff der Romantik

Die ‘Romantik’ stellt nicht nur eine Epochenbezeichnung dar, sondern bezeichnet auch eine Geisteshaltung. Die Menschen haben auf einmal neue Ziele und Interessen. Die Maler haben neue künstlerische Vorstellungen und Mittel. Sie interessieren sich für das Wunderbare, Märchenhafte, Phantastische und brechen dadurch die Vernunft des 18. Jahrhunderts. Die Menschen glauben auch an eine einheitliche Welt und wünschen sich Harmonie in ihrem Leben herbei. Der romantische Mensch sucht sein ganzes Leben “die Blaue Blume”. Diese ‘Blaue Blume’ vom Dichter Novalis steht als Symbol für die Sehnsucht des Menschen, die er nicht erfüllen kann. Die Romantik ist nostalgisch, sie sieht immer zurück zu dem ‘goldenen Zeitalter’ und versucht diese vergessene Weltharmonie in der Zukunft zu realisieren. In der Romantik strebt man nach Freiheit und Vollendung, etwas, das man von der französischen Revolution erwartet hatte, das aber in Deutschland nicht angekommen ist. Die romantischen Themen hatten “ein viel breiteres Publikum als die Klassik, wohl weil die menschliche Natur von der Romantik und die romantischen Themen viel direkter angesprochen wurden”. [...]

Malerei der Romantik

Blick auf Heidelberg und das Schloss - August Lucas (1803 - 1863)

Dieses Bild wurde von August Lucas gemalt, es stellt einen “Blick auf Heidelberg und das Schloss” dar. Im Vordergrund sieht man Männer, die sich im Wald aufhalten, sich ausruhen. Die Bäume sind übertrieben groβ im Vergleich mit der Gröβe der Männer. Dieser Wald wirkt mächtig, aber hat nichts mit einem Furcht erregenden Urwald zu tun. Die Farbtöne beschränken sich hauptsächlich auf Dunkelrot und Braun. Man spürt Harmonie und Gelassenheit. Im Hintergrund erkennt man das Heidelberger Schloss. Es wirkt so märchenhaft, fast phantastisch, wie der Wald. Die ganze Landschaft wurde auf einem ruhigen, pastellfarbigen Hintergrund gemalt, so dass man das Gefühl hat, dass es kein Ende gibt: es ist, als wenn sich diese Harmonie auf der ganzen Welt ausbreitet. Die Lichter sind sehr zart, wie bei einem Sonnenuntergang. Die Landschaft strahlt auf den Betrachter Frieden und Behutsamkeit aus. Es gibt auch keine strenge Trennung zwischen Vorder- und Hintergrund; die Landschaft wurde in einer Zentralperspektive gemalt, so dass es ein Gleichgewicht in der Komposition des Bildes gibt. Zwei große Bäume bilden einen symmetrischen Rahmen für das Schloss und ziehen den Blick des Betrachters in die helle Bildmitte, wo der klare Himmel das Schloss beleuchtet. Dieses Gemälde stellt die Sehnsucht der Menschen der Romantik nach Ruhe und Harmonie dar. Man erkennt auch die Suche nach vergangenen Zeiten wieder, genauer gesagt, nach der Rückkehr ins Mittelalter: die Epoche der Märchen. Geschildert wird auch die Liebe der Menschen für die Natur durch diese kleinen Gestalten, die sich im Wald ausruhen und den Tag genieβen. Die Natur wirkt wie eine Beschützerin und die Einheit von Mensch und Natur scheint hergestellt. [...]

Schlussfolgerung

Die Romantik war also vielfältig, sie ist zwar schwer zu definieren, aber es gab Merkmale, die uns helfen diese Epoche innerhalb des 19. Jahrhunderts zu bestimmen. Diese Merkmale sind die Gemälde, die Musik, die Literatur (Poesie) die die Romantiker hinterlassen haben. Es gab keinen richtigen Anfang und Ende, die romantische Philosophie hat sich einfach mit der Zeit und den historischen Ereignissen ergeben. Und durch die Veränderungen der Mentalitäten ist sie allmählich verschwunden. Die Romantik war eine Zeit der Seelenruhe und ständigen Suche nach neuen Naturschönheiten, die die Romantiker subjektiv beachteten und durch die Kunst darstellten. Sie war auch durch die ständige ablehnende Haltung gegenüber Naturwissenschaften geprägt, denn sie hatten Angst vor dem Fortschritt und den Veränderungen. Man konnte eigentlich den Romantiker nicht immer direkt vom Aussehen her erkennen, aber einige Merkmale wie zum Beispiel der kleine Schal um den Hals waren charakteristisch für die romantische Mode. Diese Ideologie hat nicht lange gedauert, aber es gibt bis heute davon noch viele Spuren. Es folgten in Deutschland Impressionismus, Realismus und Naturalismus. Von Romantik war nach und nach keine Rede mehr, zumindest wurde es nicht mehr aktuell.

Bibliographie

Internet :

http://www.literaturwelt.com/epoche...

http://www.gymnasium-meschede.de/pr...

http://de.wikipedia.org/wiki/Romantik

Bücher :

Deutsche Geschichte erzählt von Manfred Mai

Geschichtslexikon (Cornelsen)

Nouveau Larousse Encyclopédique

Geschichte der Deutschen Literatur erzählt von Manfred Mai

Dernière modification le 14-11-11 par