Nikola Gazzo, Mutter und Bibliothekarin
A l’initiative de la mère d’un élève, Nikola Gazzo, l’auteur allemand Charlotte Kerner (aussi la belle-mère d’un membre du CA) a discuté le 5. mai avec les elèves de la 3ème10 son livre "Geboren 1999", que cette classe avait lu l’année dernière.

Klar, war schon wieder ein Jahr vergangen, seitdem unsere 3ème Schüler Frau Kerners Buch „geboren 1999“ gelesen haben; und klar auch, dass hier kein einfaches Thema behandelt wird: Genmanipulation und -technologie. Und schwierig natürlich auch die psychologische Auseinandersetzung des im künstlichen Uterus aufgewachsenen Jungen:
Aber das interessante an Frau Kerners Büchern ist, dass sie schreibend immer mit einem Bein in der Gegenwart und mit dem anderen in der Zukunft steht. Es sind keine klassischen „Science Fiction“ Romane, es sind Geschichten, die den Stand der Wissenschaft heute weiter denken und in die nahe Zukunft projizieren. Menschen klonen ist möglich („Blueprint. Blaupause“), Embryonen wachsen in Maschinen auf („geboren 1999“), der Kopf eines schwer verletzten Körpers wird auf einen hirntoten Körper transplantiert („Kopflos“).
Aber neben den rasenden Fortschritten der Technik zeigt Frau Kerner den Aspekt „Mensch“ auf: was passiert in der Gefühlswelt, wenn man eine Maschine als Mutter hatte oder durch das Klonen die Grenzen der Generationen verwischt werden? Gerade die Jugendlichen heute werden mit vielen Tatsachen konfrontiert sein, die man sich nur schwer ausmalen kann; da war z.B. die Geschichte von den „Eiserben“, tiefgefrorene Embryonen, deren schwerreiche Eltern bei einem Flugzeugunglück ums Leben kamen: sollten sie „ausgetragen“ werden, um das Erbe zu kassieren?
Eindrücklich weist Frau Kerner immer wieder darauf hin, dass wir uns schon in ganz vielen Gebieten auf gefährlich rutschigem Parkett bewegen, was die Genmanipulation anbetrifft, und dass das Thema nicht genug in der Öffentlichkeit behandelt wird, gerade die menschlichen und auch rechtlichen Aspekte.
Wir haben uns an das gewöhnt, was vor ein paar Jahrzehnten noch unvorstellbar war: dank Forschung und medizinischer Technologie können wir entscheiden, ob wir Kinder haben wollen oder nicht, wie viele genau, welches Geschlecht und zu welchem Zeitpunkt. Und seit der Entdeckung der DNA und ihrer Funktionen haben sich unendliche Möglichkeiten gerade inder Medizin aufgetan, z.B. Gene zu identifizieren, die Urheber von Krankheiten oder Behinderungen sind, oder im Gegenteil Funktionen zum Heilen haben.
Was sie persönlich z.B. vom Klonen hält, wird Frau Kerner immer wieder gefragt (so auch von unseren Schülern) und sie antwortet, dass sie dagegen ist. Sie hat sich sehr mit diesem Thema beschäftigt und ist zu dem Schluss gekommen, dass die gefährlichen Aspekte überwiegen.
Die 3ème Klasse nutzte nach der Lesung ausführlich die Gelegenheit, Frau Kerner Fragen zu stellen, z.B. ob Schriftsteller ein „gemütlicher Job“ sei?
Ihre Arbeit sei mit vielen Recherchen verbunden, sie habe sehr viele direkte Kontakte zu Wissenschaftlern und Medizinern. Und schreiben gelinge ihr nur, wenn sie einen genauen Plan aufgestellt und den Tag gut eingeteilt hat.
Dernière modification le 21-05-09 par