La Grande guerre occupe une place importante dans l’histoire du XXème siècle et ...dans le programme de 3ème. Selon une tradition maintenant bien établie dans les Sections Internationales, les professeurs d’histoire conduisent chaque année, leurs élèves sur le lieu des champs de bataille.
Nach der Fahrt zu den Schützengräben und ins Museum von Peronne haben Schüler/innen der 3ème dezs Schuljahres 2007-08 ihre Eindrücke in Tagebuchauszügen verarbeitet, die sie aus der Perspektive von Soldaten und Zivilisten verfassten.

30. Juni 1916
Ich langweile mich. Alle Soldaten an der Front langweilen sich. Viele schreiben ein Tagebuch oder senden Briefe an ihre Familien. Wir warten auf die Post und auf die Mahlzeit. Das Essen ist nicht sehr gut und es braucht sehr lange um an die Front zu kommen, deshalb haben wir Hunger und Durst. Aber das ist nicht das Schlimmste. In der Nacht kann man nicht schlafen: es gibt Ratten und Läuse. Die Ratten machen viele Geräusche und fressen Reste auf, die Läuse jucken auf dem Kopf. Auch die Toten riechen übel. In einem Wort: Es ist die Hölle an der Front zu leben. (...)
2. Juli 1916
Ich habe in einem schrecklichen Gestank geschlafen. Nach der Schlacht war ich so müde, dass die Ratten und Läuse diesmal kein Problem waren. Aber im Traum habe ich die Schlacht wieder gesehen und noch einmal erlebt. Das war schrecklich. Es gab so viel Blut am Boden und ich lief auf toten Soldaten. Es gibt keine Worte um meine Gedanken auszudrücken.
(Adèle Blin, groupe B)
13. Juli 1916
Wir befinden uns im Schützengraben. Jeder Soldat trägt eine Maske um nicht zu ersticken. Jeder weiß, dass wir in einigen Minuten das Signal hören werden. Ich habe Angst. Ich stelle mir viele Fragen. Warum bin ich hier? Was mache ich? Werde ich heute sterben? Was denken die anderen? Haben sie auch Angst?
Signal. Sogleich rennen wir alle. Ich drücke fest das Bajonett in meiner Hand. Vor mir sehe ich viele Soldaten. Sie singen und schreien „Frankreich!“.
Plötzlich stürzen viele Kameraden. Der Feind beschießt uns. Das ist schrecklich. Es gibt eine große Panik. Wir können nicht weiterlaufen. Aber wir können auch nicht zurückweichen. Da fällt ein Soldat neben mir, sein Bein wurde von etwas getroffen. Er kann sich nicht bewegen. Ich beuge mich über ihn: er wimmert. Ich kann ihn da nicht liegen lassen. Ich will ihn stützen, aber er drängt mich zurück. „Nein“, sagt er. „Du hast noch eine Chance, aber ich nicht. Lass mich da.“
(Natalie Foresti, groupe B)
Ich frage mich manchmal, warum wir am Anfang vom Krieg so begeistert waren. Er ist doch so schrecklich, elendiglich blutig und traurig, und er scheint einfach kein Ende nehmen zu wollen. Und morgen muss ich wieder an die Front fahren, um zu berichten. Ich werde wieder alle diese traurigen, leeren, mit Kummer und Schlamm überzogenen Gesichter sehen. Sie erinnern mich nicht mehr an Menschen, sondern vielmehr an Maschinen, die ihre Befehle ausführen. Sie werden wieder vor mir stehen mit ihrem 30kg schweren Gepäck. Ihre Gewehre um die Schulter, in ihrer Hand einen Spaten, um den Hals die Erkennungsmarke, im Mantel findet man ihre Papiere wieder, in der Tasche werden sich Gasmaske, Pickel, ein Kocher, Toilettenartikel befinden. Um ihre abgemagerten Körper ist ein Munitionsgürtel angelegt und als i-Pünktchen auf dem Kopf tragen sie die Pickelhaube. (Lucie Kepler, groupe A)


Dernière modification le 28-01-09 par