drei Buchstaben, die viel Arbeit machen (Jana Köchling, Lehrerin)
BMW, ADAC, ABS, ESP.... BSE, DRK, AKW.... ... EDV, TÜV und ARD...im Deutschen wimmelt es von Abkürzungen....und seit dem Sommer 2008 kennen zumindest die Terminale-Schüler eine weitere: DSD - das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz.
Ein Zertifikat, das auf dem Niveau C1 als „ DSD II“ als ein anerkannter Nachweis der für ein Hochschulstudium in Deutschland erforderlichen Sprachkenntnisse gilt - und bei Bewerbungen im Heimatland oder anderen Ländern ebenso ein „dickes Plus“ darstellt, zeigt es doch, dass der Bewerber über qualifizierte Deutschkenntnisse verfügt.
Für die Schüler der „DSD Gruppe“ stellten diese 3 Buchstaben insbesondere in den letzten Monaten eine ordentliche Zusatzbelastung dar, musste doch die schriftliche Prüfung (Textproduktion, Hörverstehen, Leseverstehen) als auch die nachfolgende mündliche Prüfung vorbereitet werden - samt eigens vorbereiteter Präsentation vor der Jury. Dass dieser selbstgestrickte und mediengestützte Vortrag dann aber bitte auch noch „problemorientiert“ sein soll, hat vielen den letzten Nerv geraubt - und zu spannenden Untersuchungen geführt . Themen wie „Rammstein: rechtsextremistisch oder einfach nur provokant?“, „Oktoberfest und Lederhose - inwieweit gilt die bayrische Kultur noch als typisch deutsches Klischee?“ oder auch „Islamunterricht an deutschen Schulen - bildungspolitische Innovation oder noch immer undenkbar?“, „Glucke oder Rabenmutter - Mutter sein zwischen Deutschland und Frankreich“ wurden souverän vor der Jury vorgetragen und diskutiert.
So wurde zu Beginn des Jahres 2009 ein Projekt zu Ende gebracht, was vor langer Zeit begann...und am 08. Juli mit der Übergabe der Zertifikate gefeiert wird - bravo, Terminal-Schüler!
Am Ende ist somit der Vorhang geschlossen und nur noch eine Frage offen: „Der Deutsche und sein Auto - Gebrauchsgegenstand oder ewige Liebe?“ - das mag an den Anfang des Artikels zurückführen...
Dernière modification le 06-02-09 par