Von Ingrid Lehre
Es handelt sich um eine deutsche Prüfung, die von Schülern im Ausland, insbesondere von Schülern deutscher Schulen oder Abteilungen im Ausland erworben werden kann.
Die Schüler der deutschen Abteilung der SIS wählen am Ende der Seconde zwischen dem DSD und dem OIB. In der (jahrgangsübergreifenden) DSD-Gruppe beginnt die gezielte Vorbereitung auf die Prüfung in der Première. Die schriftliche und mündliche Prüfung legen die Schüler im Dezember/Januar ihres Terminale-Jahres ab.
Zum Profil eines DSD-Schülers gehört Offenheit für Themenvielfalt, denn der zivilisationskundlich ausgerichtete Unterricht beleuchtet Leben, Politik und Kultur der bundesdeutschen Gesellschaft.
Er sollte sich für die Aktualität in Deutschland und Frankreich interessieren und auch Neugier auf die historischen Ursachen von Gegenwartserscheinungen mitbringen. Zeitungslektüre und deutsches Fernsehen sind für ihn selbstverständlich. Kino- und Theaterbesuche schrecken ihn nicht ab und auch nicht die Lektüre eines modernen Romans.
Er zieht möglichst selbstständige Arbeitsformen vor : Gruppenarbeit, selbstständige Informationsbeschaffung , die Präsentation einer Facharbeit über ein selbstgewähltes Thema motivieren ihn mehr als ein Lehrervortrag oder traditioneller Frontalunterricht.
Er weiß auch, dass er noch an seiner (zweiten) Sprache arbeiten muss. Systematische Wortschatzarbeit, der gezielte und bewußte Abbau seiner "fossilierten" Sprach- oder Ausdruchsfehler sind für ihn keine Strafe, sondern ein selbstgesetztes Ziel. Es macht ihm Spaß, seine Sprachkompetenzen zu verbessern.
Erwirbt der DSD- Schüler das Diplom, erwirbt er den Nachweis der für ein Hochschulstudium in Deutschland erforderlichen Deutschkenntnisse und braucht keine weitere Sprachprüfung an deutschen Universitâten abzulegen.
Er immatrikuliert sich mit seinem Baccalauréat und dem DSD II.
Dernière modification le 18-10-06 par