1960 gegründet, zählen die SIS zu den ältesten internationalen bilingualen Klassen Frankreichs. Zuerst nur englischsprachig sind sie 1981 auch deutschsprachig geworden. Seither haben sowohl die Schülerzahl als auch das pädagogische Angebot ständig zugenommen.
Die SIS wurden 1960 zunächst nur als englischsprachige Abteilung unter der Oberhoheit des* Bildungsministeriums (Ministère de l’Education Nationale) und des CIEP (Centre International d’Etudes Pédagogiques, damals unter der Leitung von Frau Edmée Hatinguais) gegründet. Somit gehören die internationalen bilingualen Klassen (heute die SIS Chaville-Sèvres) zu den ältesten Frankreichs.
Schon beim ersten Schuljahresbeginn zählten die englischsprachigen Klassen 95 Schüler mit 14 verschiedenen Nationalitäten.
Damals hieß es: „Die Besonderheit der bilingualen Klassen entsteht durch einen ganz eigenen Geist und ihre spezielle Arbeitsweise. Hierbei spielen auch die Eltern eine herausragende Rolle. Durch diese enge Zusammenarbeit können die Klassen ungehindert arbeiten und sich so wunderbar entwickeln."

Im September 1976 wurde der Verein „Cercle Edmée Hatinguais pour la promotion des Sections Internationales de Sèvres „ (Kreis Edmée Hatinguais für die Förderung der SIS) gegründet.
Bis dahin existierten die integrierten Klassen nur im Collège, also von der 6ème bis zur 3ème. Doch zwei Jahre später, 1978, wurden die SIS-Klassen auch auf das Lycée erweitert: von der Seconde (10. Klasse) bis zur Terminale (Abiturklasse). 1979 wurde auch die deutschsprachige Abteilung gegründet.
Manche erinnern sich: „Ich war von der 5ème bis zur 3ème in den SIS. Die SIS gab es damals noch nicht im Lycée. Es sind die besten Jahre meines Lebens gewesen. Viele Eltern arbeiteten bei der UNESCO. Alle konnten Englisch sprechen, allerdings war der Zutritt damals schon schwierig“ (Laurence D. SIS 1978).
Der 11. Mai 1981 bedeutet einen Wendepunkt für die SIS. Seitdem regelt eine Rechtsverordnung die Tätigkeit der internationalen Abteilungen in Frankreich.
Nach 21 Jahren pragmatischer Entwicklung bietet also die Rechtsverordnung von 1981 den ersehnten gesetzlichen Rahmen und sichert so zuverlässig ihr Fortbestehen.
Weitere drei Jahre später wurde die Möglichkeit geschaffen, ein zweisprachiges Abitur abzulegen. Das OIB (baccalauréat option internationale).
In den vergangenen Jahren haben sich die SIS stark weiterentwickelt, sowohl das pädagogische Angebot, als auch Schüleranzahl :
Die Sections Internationales de Sèvres bilden ein seltenes Beispiel der Zusammenarbeit zwischen dem französischen öffentlichen Schulsystem und anderen europäischen, sowie weiteren ausländischen Schulsystemen.
Die Ambition der SIS Chaville-Sèvres geht über einen hervorragenden bilingualen Unterricht hinaus. Wir haben das Ziel, die Aufmerksamkeit der Kinder für die Vielfalt der heutigen Welt zu wecken. Dies tun wir, indem wir ihnen die doppelte Perspektive des öffentlichen Schulsystems in Frankreich und des für sie persönlich betreffenden ausländischen Systems bieten.
Heute sind die SIS Chaville-Sèvres weiterhin als Gemeinnütziger Verein gemäß des Gesetzes aus dem Jahre 1901 tätig. Das Betriebsbudget wird durch das Schulgeld finanziert und deckt die Gehälter der ausländischen Lehrkräfte, des Verwaltungspersonals sowie die Betriebskosten. Alle Eltern der SIS-Schüler sind Mitglieder des Vereins und wählen bei der Generalversammlung, einmal im Jahr, 13 freiwillige Kandidaten in den Verwaltungsrat. Jeder Kandidat wird für eine Dauer von mindestens zwei Jahren gewählt, und ist danach wieder wählbar.
Dernière modification le 09-11-08 par